Hellou und Servus,
Nun sitze ich also zu Hause auf gepackten Koffern und freue mich auf meine kleine Madagaskar-Reise, denn morgen geht’s tatsächlich schon. Etwas surreal kommt mir das momentan gerade vor, denn mit der Madagaskar-Reise nimmt auch mein La Réunion Aufenthalt ein jähes Ende. Obwohl ich ja im April noch mal drei Wochen hier verbringen werde ist das dann doch irgendwie nicht mehr das gleiche. Ich habe sogar schon überlegt, ob ich hier Bilanz ziehen soll von meinem Aufenthalt, möchte mir das dann aber doch lieber für später aufsparen.
Nun, seit meine Mutter wieder nach Hause gereist ist, habe ich vor allem Zeit mit der Planung der Madagaskar Reise verbracht. Nicht das ich etwas reserviert hätte (gereist wird immer schön der Nase nach), aber ich habe sehr viel über dieses faszinierend-bizarre Land gelesen und mich von ein paar Deutschen Madagaskar-Rückkehren einige Infos geholt. Eingekauft und organisiert musste dann auch noch das eine oder andere werden, lange Kleider und ein Moskitonetz (beides zum Mückenschutz) hatte ich schliesslich bisher kaum nötig gehabt. Dazu kommt ein halber Koffer voller Medikamente (gegen alles was man denn haben könnte, die Gesundheitsversorgung in Mada ist besch***en), ordentlicher Regenschutz für Rucksack und mich (es herrscht Regenzeit) und ein paar Dutzend Zahnbürsten (da freuen sich anscheinend die Kleinen dort drüber). Ihr seht, ich habe an (hoffentlich alles) gedacht. Nebst den Lebensstandard-bedingten Schwierigkeiten kommen ja bekanntlicherweise noch politische Probleme dazu. Der derzeitige „Präsident“ hat sich legal an die Macht geputscht (?) und kann gemäss malgassischer Verfassung gar nicht Präsi sein, deswegen nennt er sich Chef der Übergangsverwaltung und müsste eigentlich bald Neuwahlen abhalten, was er nicht tut, usw… Ich habe deshalb schön brav die Schweizer Botschaft über meinen Aufenthalt informiert und zitiere gerne aus der Antwort:
„Sehr geehrter Herr Kubalek,
besten Dank für Ihre Meldung. Die politische Situation in Madagaskar ist weiterhin gespannt und die Zukunft unklar. Es ist aber ohne weiteres möglich, durch die Insel zu reisen. Seien Sie immer vorsichtig in den öffentlichen Verkehrsmittel, vermeiden Sie reisen in der Nacht und gehen Sie zurück in Ihre Herberge beim Eindunkeln.
Falls Sie eine madagassische Handynummer beschaffen, bitte ich Sie um Bekanntgabe der Nummer. Wir informieren die Schweizerkolonie auf der Insel regelmässig via sms wenn es Sicherheitsprobeme gibt.“
Also: alles klar und kein Problem ;-)
Nun, auf alle Fälle freue ich mich riesig auf den Trip, es könnte eines der grossen Abenteuer in meinem Leben werden. Von dem was ich gehört habe ist man als Vazaha (Malgassisch für: Fremder) in Madagaskar teilweise doch eine recht ungewohnte Erscheinung, vor allem wenn man wie ich versucht, möglichst günstig zu reisen. Das wird wohl positive wie auch negative Seiten haben, ich freue mich zum Beispiel nicht unbedingt darauf, für so gut wie alles zuerst Preisverhandlungen führen zu müssen, damit man nicht den erhöhten Vazaha-Preis zahlt. Mal schauen wie gut mein Verhandlungsgeschick ausgebildet ist.
Ansonsten ist nicht mehr viel passiert in letzter Zeit. Ich war natürlich noch regelmässig in den Bars und Clubs unterwegs und musste realisieren, dass man nach gewisser Zeit als einigermassen trinkfreudiger Deutschweizer hier bekannt ist wie ein bunter Hund. Gute Sache, denn inzwischen gibt es so immer wieder den einen oder anderen Gratis-Drink. Fischen war ich auch noch mal, aber ehrlich gesagt mag ich nicht mehr über die anhaltenden Misserfolge schreiben. Ich mag sowieso lieber Fleisch.
Und mit diesen Worten mache ich mich also auf und davon. Gutes Internet ist in Mada selten. Ich werde dennoch versuchen zwischendurch mal etwas zu schreiben, falls es nicht klappt gibt es dafür dann im April einen ausführlichen Bericht.
Alles Gute und bis bald.
Kubi
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