Ich freue mich und bin gleichzeitig Stolz meinen Jubiläums Blog-Eintrag präsentieren zu können. Ist immerhin schon der 10. wenn ich richtig gezählt habe. Lassen wir nun aber die Fanfaren verklingen und konzentrieren uns aufs Wesentliche: Es ist Sonntag, ich sitze mit einem kiltzekleinen Katerchen und einem ebenso dimensionierten Sonnenbrand oben ohne (ja, jetzt darf man ein lautes Pfeifen von sich geben) auf dem Balkon. Sand in allen Ritzen vom nachmittäglichen Strandausflug. Wenn ich die Augen links rüberdrehe sehe ich das türkisblaue Meer, den dunkelblauen Himmel und ganz viele Surfer, die dem momentan übertrieben massiven Wellengang nicht ganz gewachsen sind. Genau, ich bin umgezogen. Dolce vita, einfach herrlich.

Der neue Wohnort heisst Saint Gilles les Bains und ist laut Eigenwerbung „la premiere station balneaire de la Réunion“. Es ist tourisitisch hier, zugegebenermassen, aber verglichen mit den uns bekannten Touri-Kolossen am Mittelmeer sehr angenehm. Keine Hotelhochhäuser, dafür ein schön gemachter Hafen, viele kleine Läden und eine sympathische Ausgehmeile. Die Lebensqualität wird zusätzlich dadurch erhöht, dass alles schön zu Fuss erreichbar ist. Ihr seht, mir gefällt es ausserordentlich. So sehr, dass ich mir ernsthaft überlege, meine Südafrika-Reisepläne für Januar aufzugeben. Blöderweise habe ich schon einen Teil der Flüge gebucht und bin zurzeit in Unkenntnis über die Kosten einer Annullation. Gegebenenfalls würde mich auch ein Besuch der „umliegenden“ Inseln reizen, da wären zum Beispiel die Komoren, die Seychellen oder das zukünftige neue französische Departement Mayotte. Dummerweise haben alle dies Inseln ein lächerlich hohes Preisniveau, aber eine Büchse Ravioli könnte man ja auch mitnehmen… Diese Entwicklung befindet sich aber erst einmal im Gedanken-Stadium, ich werde aber selbstverständlich über die Pläne frühzeitig orientieren.
Ansonsten geht das Leben seinen gewohnten Lauf. Die Vorlesungen an der Uni sind beinahe beendet, es wird also in Bälde eine kurze aber intensive Lernphase folgen müssen.

Des Weiteren ist das Projekt Deutsch-Nachhilfe gut angelaufen. Ich habe bislang zwar nur eine Schülerin, die ist dafür supersüss und sehr gelehrig. Da Ihre Mutter mit mir zusammen studiert, habe ich auch noch einen guten Kontakt gefunden um dringendst benötigte Zusammenfassungen zu erlangen.
Ansonsten gibt es zugegebenermassen wenig Neuigkeiten, was ja auch nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen ist.
Vielleicht noch zum Abschluss ein paar Müsterchen aus der hiesigen Tierwelt, insbesondere der gefährlichen Viecher. Und davon gibt es viele, vor allem im Meer. La Réunion kennt anscheinend, verglichen mit der Grösse, eine sehr hohe Anzahl von Hai-Attacken. Insbesondere stellt dass für die Surfer ein Problem dar, so habe ich auch schon von einem Freund gehört, das er plötzlich von einem grossen Schatten verfolgt wurde. Des Weiteren gibt es auch viele bunte und schöne Fische, so wie man sie aus „Nemo“ kennt, darunter aber auch einige die durch blosses berühren heftige Anfälle auslösen können, der so genannte Steinfisch hat anscheinend diese Eigenschaft. Und auch auf dem Land muss man teilweise vorsichtig sein. So habe sass ich jüngst bei Freunden auf der Veranda, als plötzlich Hektik ausbrach. Es stellte sich dann heraus, dass die Jungs einen Hundertfüssler gesehen haben und mit grossem Tamtam dann umgebracht haben. Ich fand es Anfangs etwas übertrieben, bis ich dann erfahren habe dass die spezielle Art Hundertfüssler die es hier gibt das giftigste Landtier auf La Réunion ist. Gut zu wissen.

Das wärs dann auch schon wieder von meinen Erzählungen gewesen. Ich hoffe euch geht’s allen auch so gut wie mir, habt Sorg, bleibt fröhlich und lasst euch nicht vom Samichlaus erwischen.
Herzallerliebste Grüsse
Kubi


