Ein fröhliches Servus zusammen,
Ich hoffe es geht gut im kontinentalen Europa und dass die Bäuche noch nicht zu sehr angeschwollen sind aufgrund der Flut von Guetzli, Schoggi und anderen Süssigkeiten! Das kann einem durchaus auch im indischen Ozean passieren, denn inzwischen haben meine Mitbewohner und ich so viele „Päckli“ aus der Heimat gekriegt, dass wir mit dem Inhalt wahrscheinlich einem Ostafrikanischen Staat kurzfristig aus der Hungersnot helfen könnten. Aber man muss sich ja auch ein bisschen verwöhnen, ne.
Ja es tut mir natürlich leid ist der letzte Bericht schon wieder ein bisschen länger her. Immerhin habe ich eine exzellente Ausrede dafür, denn ja ich hatte nämlich Prüfungen. Als einiger der wenigen Erasmus-Studenten die nicht Geisteswissenschaften studieren habe ich nämlich auch echt ein bisschen was geleistet. So habe ich acht Prüfungen abgelegt, mündlich und schriftlich, und gefühlsmässig den Grossteil davon bestanden. Ich muss dabei aber zugeben, dass da auch ein gewisser „Erasmus-Bonus“, den einem die Professoren zuerkennen, im Spiel war. Anyway, jetzt sind Ferien und darauf habe ich mich schon sehr gefreut.
Und was für besser Konditionen für fünf Wochen Ferien als ständig eitel Sonnenschein und immer 30 Grad warm könnte es denn geben? Ich muss zwar zugeben, dass die Hitze langsam aber sicher zum Thema wird. Teilweise ist es tagsüber schon so warm dass einem etwas die Lust vergeht in der Mittagssonne am Strand rumzuhängen. Aber man kann immer noch in die schönen Berge zurückziehen oder sich in der klimatisierten Wohnung verschanzen, bis die Temperatur am späteren Nachmittag wieder angenehmer wird.
Momentan herrscht grosse Aufbruchs-Stimmung in der „Erasmus-Community“, die meisten sind unverständlicherweise nur für ein Semester auf die Insel gekommen und machen sich nun vom Acker. Natürlich nicht ohne auf dem Rückweg noch die eine oder andere umliegende Sehenswürdigkeit zu besuchen. Mauritius, Seychellen oder Madagaskar. Ich bleibe aber glücklicherweise nicht alleine zurück, einige Hartgesottene nehmen die Qual auf sich und bleiben ebenfalls noch ein paar Monate. So bin ich also von guten Freunden umgeben und freue mich schon auf das Weihnachtsessen auf dem Balkon und die Neujahrsfeier am Strand. Meine neue Mitbewohnerin aus dem exotischen Zürich zieht am Samstag dann auch hier ein, und so wird unsere kleine Schweizer-WG perfekt sein. Um uns selbst nicht zu sehr zu helvetisieren haben wir uns geschworen, französisch miteinander zu sprechen. Mal schauen wie dass dann klappen wird.
Die Aufregung nach dem Auto-Einbruch hat sich inzwischen auch wieder etwas gelegt. Die Versicherung bezahlt einen Grossteil der gestohlenen Gegenstände und die Türe wurde wie gesagt mit dem „organisierten Fenster“ wieder repariert. Inzwischen hat dooferweise der elektrische Fensterheber der anderen Türe seinen Dienst aufgegeben. Ist nicht schlimm, man braucht ja keine Fenster bei der Hitze hier ;-) Zum Glück lässt sich die Scheibe noch mittels manueller Gewalt öffnen und schliessen.
Ansonsten gibt es eigentlich nicht allzu viel Neues zu erzählen. Ich bin inzwischen stolzer Besitzer einer eigenen Angelrute und werde hart daran arbeiten, in den Ferien endlich mal einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Und da ich ja bekanntlicherweise in schwerster Weise Militärdienst-untauglich bin, werde ich mich eventuell als Kompensation dazu auf eine 7-tägige Tour durch hiesigen Berge begeben, notabene unmotorisiert. Aber sicher ist noch nichts.
Ich schliesse dann meinen kleinen Bericht mal wieder, bewusst ohne jetzt schon Weihnachtswünsche auszubringen. Das würde ich dann im nächsten Eintrag machen, ich hoffe ich schaffe das vor Weihnachten!
Heits guet und heit Sorg
Kubi
P.S. Stolen camera=no pictures. Next time maybe.
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